Vom Krater zum Meer

Lanzarote ist die östlichste Insel des kanarischen Archipels; sie ist geprägt durch Lava und Licht. Zahlreiche Vulkankegel, bizarre Lavatäler und stille Mondlandschaften begünstigen das Aufsteigen innerer Bilder, ihre Zeitlosigkeit erinnert an den Ursprung des Lebens und zugleich an seine Begrenztheit.

Bestimmt der Vulkanismus das Leben auf dem Boden der Insel, so ist es in der Luft der Nordost-Passat. Hunderte von Kilometern streicht dieser befreiende Wind nur über das Meer, ohne Berührung mit Staub oder Abgas. Passat, Äquatornähe und Golfstrom verschaffen Lanzarote eines der gesündesten und beständigsten Klimata der Erde.

Charakteristisch für den Norden Lanzarotes ist der schroff bis auf ca. 500 m aus dem Atlantik aufsteigende Risco de Famara, an dem sich gelegentlich Wolken verfangen, die dem Norden den seltenen Regen bringen. Hier finden sich auch die eindrucksvollsten natur–architektonischen Werke César Manriques, dem die Insel wesentlich die Wahrung ihrer eigenständigen Kultur verdankt.